Kreuzspinne

Die Kreuzspinnen gehören zu der artenreichsten Familie der Weberspinnen und sind mit 10 Arten in Mitteleuropa vertreten. Sie sind erkennbar an den Flecken auf der Oberseite des Hinterleibs.

Merkmale und Arten



Kreuzspinnen gibt es in mehreren Hundert Arten. Sie gehören zu den Familien der echten Radnetzspinnen und sind weltweit verbreitet. Die Radnetzspinne ist die artenreichste Familie der Weberspinnen. Die Gattung der Kreuznetzspinnen ist in Mitteleuropa mit zehn Arten vertreten. Besonders bekannt ist die Gartenkreuzspinne.
Namensgebend ist bei den Kreuzspinnen das charakteristische Kreuz auf dem Hinterleib. Es setzt sich bei der Gartenkreuzspinne aus fünf Flecken zusammen, bei der Vierfleckkreuzspinne aus vier. Es handelt sich bei diesen Flecken um Stoffwechselprodukte, die unter dem Chininpanzer abgelagert werden. Aber nicht alle Flecken der verschiedenen Arten sind kreuzförmig angeordnet. Die meisten Arten sind anders gezeichnet.





Die Kreuzspinne gehört zu der Familie der echten Webspinnen. Wie alle Spinnen haben sich acht Beine, im Gegensatz zu den Insekten mit nur sechs Beinen. Kopf und Brust sind miteinander verschmolzen. Auch der ungegliederte, gestielte und große Hinterleib ist charakteristisch für viele Arten. Die vorderen Beine dienen dazu, die Beute zu ergreifen. An ihren Enden befindet sich eine Klaue, die sich wie ein Taschenmesser einklappen lässt. In deren Spitze befindet sich der Ausgang der Giftdrüse, mit deren Hilfe sie ihre Opfer betäuben. Der Kiefertaster besteht aus mehreren Gliedern. Beim Weibchen ist er geformt wie ein verkürztes Bein, beim Männchen dient er als Begattungsorgan.

Nach den vorderen Gliedmaßen kommen vier Paar der Laufbeine. Sie sind sechs- oder siebengliedrig und diene zusammen mit den Haaren auch als Sinnesorgan. Bei einigen Netz bauende Arten enden die Beine mit kammartig gezahnten Klauen und einer Mittelklaue, die der Führung des Fadens dient, der durch die Hinterbeine geführt wird.

Hinterleib und Vorderleib sind durch einen Stiel miteinander verbunden. An ihm befinden sich keine Beine. An der Bauchseite des Hinterleibs befindet sich die Geschlechtsöffnung. Seitlich der Geschlechtsöffnung befinden die Atemorgane der Lungensäckchen, bei manchen Arten auch noch ein weiteres Stigmenpaar. Am Ende des Hinterleibs befinden sich um den After vier oder sechs Spinnwarzen. Aus ihnen treten die Absonderungen der Spinndrüsen hervor. Sie sind birnenförmig, zylindrisch oder haben die Form gelappter Schläuche. Das proteinreiche Sekret tritt über Hunderte feine Röhrchen aus. Es erhärtet an der Luft rasch zu einem Spinnfaden. Es wird mit Hilfe der der Fußklauen an den hinteren Beinpaaren und bei einigen Arten der Spinnspulen zu einem Netz verwebt.